Was ist die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)?

Bei der Hyposensibilisierung (spez. Immuntherapie, Desensibilisierung) wird dem Immunsystem in regelmäßigen Abständen über einen langen Zeitraum das Allergen (z.B. Pollen, Hausstaubmilben, Insektengift, Nahrungsmittel) in ansteigender Dosierung angeboten, bis das Immunsystem des Patienten die allergischen Reaktionsweise verlässt und beginnt, tolerant zu reagieren.Dies ist in der Regel nach ca 12 Monaten erreicht, eine Weiterführung ist dann noch mindestens für 2 weitere Jahre erforderlich um einen stabilen Langzeiteffekt zu etablieren.

Diese Therapieform ist schon sehr alt und wurde während der letzten Jahrzehnte weiter verbessert und die Effizienz durch Studien gesichert. Inzwischen wurden unterschiedliche Therapieformen (Sublingual: mit Tabletten oder Tropfen, Subcutan: Spritze) etabliert,deren Effektivität präparatespezifisch gezeigt wurde.

Für welche Allergien eignet sich die spezifische Immuntherapie?

Für jeden Patienten sollte unbedingt durch einen Spezialisten das richtige Allergen und die individuell richtige Therapieform gefunden werden. Dazu sind ein ausführliches Anamnesegespräch und einige Untersuchungen, wie z.B. verschiedene Allergietest, u.a. Allergenkomponentendiagnostik, Pricktest und Lungenfunktionsuntersuchungen sowie eventuell Povokationstestungen notwendig.

Bei richtiger Auswahl und konsequenter Umsetzung der Therapie liegen die Erfolgsquoten für die Behandlung bei bis zu 70-80% Symptomverbesserung. Diese führt zur Abnahme des Medikamentenverbrauchs. Allergisches Asthma kann sich signifikant bessern bzw. verhindert werden. Standard-Therapieallergene sind Hausstaubmilben, Gräser-und Birkenpollen und Bienen-bzw. Wespengift. Seltener verwendete Therapieallergene sind Kräuterpollen, andere Baumpollen, Katze und Schimmelpilze.

Ab einem Lebensalter von 5-6 Jahren in Abhängigkeit vom Allergen ist eine Hyposensibilisierung in der Regel durchführbar.


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